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Mirko Reeh empfiehlt die Fette Sau

In seiner Rolle als „Koch Undercover“ war TV-Koch Mirko Reeh auch in New York unterwegs. Welches Restaurant er am Big Apple getestet hat und was er sonst zur riesigen Restaurantszene dort zu sagen hat, erfahrt ihr hier.

Mirko, Du warst in New York zum Drehen. Was macht für Dich den Reiz der Stadt aus?

Mirko Reeh: New York ist auch für Köche ein Ort mit großer Anziehungskraft. Jeder Koch will einmal nach New York. Entweder, um dort so viel wie möglich zu probieren oder sogar, um dort zu arbeiten. Dort trifft sich auch alles, von A bis Z, was kulinarisch geboten ist. Vom Straßenverkäufer mit Hot Dogs, die spektakulär sein können, über den Burgerladen und das Steakhouse bis hin zum Sternerestaurant. New York bietet eben wirklich alles und es ist schon etwas Besonderes, dort zu sein.

Hast du außer dem Dreh dort bereits gearbeitet?

Ja, ich war Anfang der 2000er-Jahre dort und habe in einem italienischen Restaurant gekocht. Leider gibt es das Restaurant heute nicht mehr, der Chef musste es aus gesundheitlichen Gründen schließen. Zuletzt war ich aber für meine Sendung „Koch Undercover“ in New York und habe das deutsche Restaurant „Heidelberg“ getestet. Das war schon lustig, so mitten in New York alles auf Deutsch zu erleben. Die Einrichtung, das Essen – das tatsächlich sehr gut war – und der Kellner. Der kam sogar wie ich aus Frankfurt. Nur der Koch war kein Deutscher, sondern kam aus Mexiko. Und davon geht man ja nun wirklich nicht aus, dass mitten in New York ein Mexikaner in der Küche steht und richtig guten Schweinsbraten, Rotkohl, Klöße und Spätzle zubereitet. Eine nette Pointe.

Mirko Reeh
MIrko Reeh ist immer auf der Suche nach gutem Essen, den passenden Produkten dafür und jederzeit für einen Spaß zu haben.

Für Touristen ist das aber eher nichts, schließlich sollte man im Urlaub doch auch mal etwas Neues ausprobieren…

Das ist richtig, aber leider tun genau das viel zu viele Deutsche nicht. Das verstehe ich nicht, denn es gibt überall tolle landestypische Dinge zu probieren. Wenn ich in Papua-Neuguinea bin, möchte ich mir doch auch kein Schnitzel reinlöten. Aber in New York leben ja auch viele Deutsche. Da kann ich dann verstehen, dass die auch mal typisch deutsch essen möchten.

Wohin sollten New York-Touris in Deinen Augen denn lieber gehen?

Bei der ganzen Auswahl ist das schwer auf ein, zwei Tipps herunterzubrechen. Ich empfehle immer gerne die „Fette Sau“ in Williamsburg. Das Ganze Viertel ist momentan ja schwer am Boomen, sehr hip und in – „very important“ sozusagen. Die Fette Sau ist eine saugute Metzgerei mit angeschlossener Restauration. Das schmeckt schon gut dort und die Qualität stimmt auch absolut. Ansonsten passiert so viel in der Gastro-Szene dort, dass es mir schwer fällt, ausgefallene Tipps zu geben. Eben solche, die nicht ohnehin jeder auf Lager hat.

Also lieber New York auf eigene Faust entdecken?

Ja, die Augen offen halten, lieber in den kleinen Laden neben den großen Ketten gehen und sich auch nicht nur in den großen Avenues bewegen, sondern auch unbekannteres Terrain abseits der Reiseführer erkunden. Es gibt auch verschiedene Food-Touren inzwischen, die machen großen Spaß und dort haben sie natürlich echte Geheimtipps auf Lager.

Wie stehst Du als Koch mit generell hohen Qualitätsansprüchen zum Thema Street Food?

Ich persönlich mag gutes Street Food und in New York gibt es das. Der Mangel an Platz und die so extrem gestiegenen Mieten in Manhattan machen die Leute dort wirklich sehr kreativ. Irgendwann kam man eben auf den Trichter, dass es lukrativer sein könnte, keinen festen Sitz für sein Restaurant zu haben. Die kleinen Food-Carts gab es ja schon ewig, aber so entstand vor einigen Jahren die enorm kreative Food Truck-Szene, die unheimlich schnell auf Trends reagiert oder sie selbst kreiert. Und wegen der Qualität muss man sich keine Sorgen machen. Wenn man die in New York nicht liefert, sperrt man seinen Laden mangels Kunden schneller zu, als man gucken kann.

Hier könnt ihr euch die Folge „Koch Undercover in New York“ noch einmal ansehen und hier erfahrt ihr mehr über Mirko Reeh: www.mirko-reeh.com