Zum Inhalt springen

Hot Dog – Deutsche Metzger und ihre Hunde

Kaum ein anderer Snack wird häufiger in New York angeboten, als der Hot Dog. Aber was hat die Wurst im Brot überhaupt mit heißen Hunden zu tun? Der Hot Dog und seine Geschichte – und was er tatsächlich mit Hunden zu tun hat.

Einen Hot Dog kann man sich in New York bekanntermaßen an jeder Ecke reinziehen. Klassisch wird er mit Senf, gehackten Zwiebeln und Essiggurken serviert. Früher, zu seiner Entstehungszeit, nannte ihn allerdings noch niemand Hot Dog. Wie also entstand der Begriff?

Hot-Dog-nameDie Erfindung des Hot Dogs

So viel vorneweg: Die Erfindung des Hot Dogs lässt sich nicht auf eine bestimmte Person begrenzen, sondern hat verschiedene Ursprünge und beruht – wie bei legendären Gerichten so üblich – auf Mythen und Erzählungen. Licht ins Dunkel zu bringen, versuchen Geschichts- und Kulturforscher, den Sachverhalt letztlich ganz aufklären, können aber auch sie nicht. Eine Urform des Hot Dogs ist wohl in Frankfurt am Main entstanden, wo ein Metzger ihn bereits 1847 erfunden haben soll. Dafür spricht, dass der Hot Dog in zahlreichen Ländern  bis heute schlicht „Frankfurt“ heißt. Das kann allerdings auch an den Frankfurter Würstchen liegen, die dafür verwendet werden.

Hot Dogs in New York

Seit ungefähr 1860 hingegen, wurden die Frankfurter Würstchen – in den USA von deutschen und österreichischen Metzgern hergestellt – zunächst in Papiertüten verkauft. Nachdem sie von den Deutschen bevorzugt kalt gegessen wurden, kam der deutsche Einwanderer Karl Feldmann in Brooklyn auf die Idee, sie warm zu servieren und sie direkt in ein Brötchen zu packen, damit sich niemand die Finger daran verbrennt. Er verkaufte sie auf der New Yorker Halbinsel Coney Island. Seine sogenannten Red Hots kamen bei den New Yorkern so gut an, dass Feldmann sich alsbald einen Wagen für den Verkauf bauen ließ und dort später sogar einen riesigen Biergarten („Feltmans German Beergarden“) eröffnen konnte. Der Laden lief und so hinterließ er ein Vermögen von über einer Millionen Dollar.

Nachdem der Hot Dog in New York längst ein Verkaufsschlager war, begann der landesweite Siegeszug der Wurst im Brot bei der Weltausstellung in Chicago im Jahr 1893, wo zahlreiche Straßenverkäufer den Hot Dog als warmen und günstigen Mittagssnack für die Besucher anboten. Bereits seit 1916 findet jedes Jahr anlässlich des amerikanischen Nationalfeiertages ein internationales Hot Dog-Wettessen in New York City statt. Mittlerweile sind Hot Dogs aber nicht nur fester Bestandteil der amerikanischen Kultur, sondern haben sich auf der ganzen Welt als beliebtes Fast Food etabliert.

Woher hat der Hot Dog seinen Namen?

Doch wie kam es nun zu der Bezeichnung Hot Dog? Dazu gibt es verschiedene Entstehungsgeschichten. Förderlich war dabei seine längliche Form und die damit verbundenen Ähnlichkeit zu den „wurstförmigen Hunden“ deutscher Metzger. Deutschstämmige Metzger waren damals offenbar bekannt dafür, Dackel als Haustiere zu halten. Weiter befeuert wurde der heute gängige Name, als 1901 eine Karikatur des Sportreporters Tad Dorgan veröffentlicht wurde. Er zeichnete für einen Bericht über ein Baseballspiel im „New York Journal“ einen bellenden Hund in der Mitte zweier Brothälften und nannte diesen, in Anspielung auf die deutschen Würstchen, „Hot Dog“.

Einen weiteren Hinweis liefert ein Zeitungsartikel („Die Entführung des nächtlichen Speisekarrens“) aus dem Magazin The Yale Record im Jahr 1895. Darin wird von Studenten gesprochen, die „genüsslich hot dogs kauen“. Ein möglicher Anhaltspunkt dafür, dass es sich doch nicht immer nur um Gerüchte handelte und die Würste zu dieser Zeit wohl manches Mal auch aus Hundefleisch bestanden.

nathans-hot-dog

Woher der Hot Dog nun auch immer seinen Namen haben mag. In New York sollte man es sich auf keinen Fall entgehen lassen, einmal einen guten Hot Dog zu essen. Am besten direkt auf Coney Island bei Nathan´s, wo das jährliche Hot Dog-Wettessen stattfindet, oder aber bei Papaya Dog oder Gray´s Papaya.

Hier findet ihr das Nathan´s Famous

1310 Surf Ave, Brooklyn, NY 11224

www.nathansfamous.com