Zum Inhalt springen

Little Colombia – Kolumbianisch essen in New York

Jackson Heights in Queens ist ein buntes Viertel. Zumindest entlang der Roosevelt Avenue, wo es unzählige lateinamerikanische Geschäfte und Restaurants gibt. Ein Großteil davon ist kolumbianisch.

Im Bild oben: Buñuelos – Frittierte Maisbällchen mit Käse

Schätzungen zu Folge leben rund zwei Millionen Kolumbianer in den USA. Etwa 350.000 davon in alleine New York City. Typische Gerichte aus ihrer Heimat haben alle Einwanderer nach New York mitgebracht. So auch die Kolumbianer, die sich mit anderen Lateinamerikanern überwiegend in Queens, genauer gesagt im Viertel Jackson Heights an der Roosevelt Avenue angesiedelt haben. Hier unterhält sogar der kolumbianische Fernsehsender RCN TV sein US-Hauptquartier und es verwundert nicht, dass Klein-Kolumbien bereits mehrfach als Drehort für kolumbianische Spielfilme diente, unter anderem bei „Paraiso Travel“ oder „Maria llena eres de gracia“.

Wer in New York also kolumbianisch essen gehen möchte, sollte nach Jackson Heights fahren. Das dortige Little Colombia erreicht man von Manhattan aus am besten mit dem „International Express“, der berühmten Metro-Linie 7. Mit ihr fährt man quasi einmal um die ganze Welt, denn über 100 weitere Nationalitäten sind in diesem New Yorker Stadtteil ansässig.

Empanada-Laden in Little Colombia

Kolumbianische Restaurants in New York

Neben zahlreichen südamerikanischen Supermärkten in denen man typisch kolumbianische Produkte kaufen kann, gibt es in Queens natürlich auch verschiedene kolumbianische Restaurants. Eines der besseren ist das „La Pequeña Colombia“ (Das kleine Kolumbien), welches bereits 1984 eröffnete. Vor einigen Jahren hat es einen neuen Anstrich erhalten und lockt seine hungrigen Gäste nun in auffälligem schwarz und weiß an (83-27 Roosevelt Ave, Jackson Heights, NY 11372).

Kolumbianische Imbissbuden wie Hähnchenbratereien und Empanada-Läden gibt es ebenfalls wie Sand am Meer. Besonders „Mama´s Empanadas“ sticht hier mit einem Angebot von über 50 verschiedenen Empanadas (alle um die 1,20 bis 1,50 US-Dollar) hervor. Allerdings sollte man sich bei der Auswahl auf die Klassiker konzentrieren: Jene mit Hühnchen, Fleisch und Käse und grundsätzlich auch die typisch kolumbianischen Teigtaschen aus Maismehl wählen. Der Imbiss bietet zu den Empanadas entweder Salsa de Ají oder Guacamole an und auch einige weitere Gerichte wie Yuca Frita, also Pommes aus Maniok.

Empanadas und Arepas in New York

Aber auch in Manhattan, genauer gesagt in Hell´s Kitchen, gibt es einen Empanada Laden. Zufälligerweise trägt dieser mit „Empanada Mama“ einen ganz ähnlichen Namen, hat aber mit dem in Queens nichts zu tun. Das Angebot ist ein wenig teurer als in Queens, dafür sind die Empanadas aber auch besser. Darüber hinaus sorgen Viviana Lewis und Nena Sierra seit einigen Jahren mit ihren kolumbianischen Arepas in New York für Furore. Angefangen haben die beiden 2011 mit einem Foodtruck. Inzwischen betreiben sie mit ihrem Unternehmen „Palenque Homemade Colombian Food“ mehrere Stände in New York und stehen auch jedes Wochenende auf dem Smorgasburg Foodmarket in Williamsburg. Sie achten dabei auf gesunde und vitale Zutaten und bereiten ihre Speisen aus Quinoa oder Vollkornmehl zu. Verkaufsschlager sind die deftigen Arepas, die unter anderem mit Rucola, Rindfleisch oder Garnelen belegt werden.

Arepa Burger

Doch zurück zum Anfang – nach Queens. In Astoria, einer weiteren Neighborhood hier, wartet das von der Einrichtung her originelle „El Basurero“ (32-17 Steinway St Astoria, NY 11103), das mit allerlei Trödel an den Wänden dekoriert ist und sämtliche Klassiker der kolumbianischen Küche zu bieten hat. Nur einen Steinwurf in der Steinway Street entfernt und bei weitem empfehlenswerter als das „El Basurero“, findet man das „La Fonda Antioquena“ (3225 Steinway St Astoria, NY 11103). Hier gibt es Kolumbiens National- und Pablo Escobars Leibgericht Bandeja Paisa, insgesamt sehr große Portionen und wie immer auch frische Fruchtsäfte und fruchtige Milchshakes, die in Kolumbien dazugehören.

Ihr seht, sich kolumbianisch satt zu essen, ist kein Problem in dieser großen Stadt. Und sollte man dann doch irgendwann einmal genug von Little Colombia in Queens haben, kein Problem. Direkt um die Ecke warten Himalaya Heights und Little India mit tibetischem und indischem Essen. Auch authentisch, auch lecker, auch New York eben.