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Buchvorstellung: Ivan Ramen – Ein autobiografisches Kochbuch

Ivan Orkin schaffte es als jüdischer Koch aus Long Island, mit seinem Ramen-Restaurant in Tokio für Furore zu sorgen. Ausgerechnet in Japan und noch dazu mit dem dortigen Nationalgericht. Wie das geht, erfährt man in „Ivan Ramen – Love, Obsession and Recipes“, das bisher nur auf Englisch vorliegt.

Ein Teller hausgemachte Hühnersuppe mit Nudeln – das klingt immer verlockend, wenn man mich fragt und da denke wohl ganz wie ein Japaner. Im Reich der aufgehenden Sonne sind die sogenannten Ramen bekanntlich die Leibspeise Nummer eins. Ein Trend, der inzwischen auch in New York angekommen ist. Dort eröffnet seit einigen Jahren ein Ramen-Shop nach dem anderen und jede Zeitung und jedes Food-Magazin das etwas auf sich hält veröffentlicht seine eigene Rangliste, wo es die leckersten Suppen gibt. Da trifft es sich gut, dass Ivan Orkin, bekannt aus der Netflix-Serie "Chef´s Table", zurück in New York ist. Zwei Restaurants betreibt er dort und sowohl sein Flaggschiff „Ivan Ramen" in der Lower East Side als auch der „Slurp Shop“ (Schlürf-Laden) in Hell´s Kitchen erfreuen sich großer Beliebtheit (hier lest ihr mehr über unseren Besuch bei Ivan Ramen).

Objekte der Begierde: Tokio Shio Ramen (re.)

Einen Namen als Ramen-Koch hatte sich Orkin allerdings in Japan gemacht. Mit Akribie und geradezu forscherischem Ehrgeiz hatte er dort an der besten Teigmischung für seine Nudeln gearbeitet und mit Ideen wie gerösteten Tomaten immer mehr Umami-Geschmack an seine Suppen gebracht. Ein Rezept, das aufging, schließlich gehörte Orkins Restaurant zu den beliebtesten ganz Japans. Seine Erfolgsgeschichte, die er hier erzählt, ist also auch ein Mutmacher: Sie ermuntert, trotz aller Widerstände am eigenen Weg festzuhalten und inspiriert genauso, wie die ausgeklügelten Ramen-Rezepte in der zweiten Buchhälfte.

Da passt es nur allzu gut, dass der aus Funk und Fernsehen bekannte Spitzenkoch David Chang (The Mind of a Chef), der nie Hehl aus seiner Vorliebe für die eher bodenständigen Ramen machte, das Vorwort für Orkin verfasst. Der Betreiber der Momofuku-Restaurants würdigt Orkins Errungenschaften in Sachen Ramen und gratuliert ihm zum Buch, das er als essentielles Standardwerk für die westliche Welt zu diesem Thema sieht. Orkin selbst liefert darin die Zubereitungsmethoden aller klassischer Ramen Komponenten. So zeigt er die Herstellung einer aromatischen Hühnerbrühe und wie er besondere Einlagen für die Suppen kreiert. Und neben seinen besten Nudelteig-Rezepten hat er obendrein auch noch andere japanische Gerichte als nur Suppen auf Lager. Zudem erfährt der geneigte Leser, wie man beispielsweise Hühnerfett gewinnt und wie man es gewinnbringend in der Küche einsetzt.

Ivan Ramen – Das Kochbuch

Man erfährt in dem Werk sicherlich nicht alles über Ramen, schließlich ist Essen in Japan immer auch eine Wissenschaft für sich. Aber das, was Ivan Orkin während seiner  insgesamt 13 Jahre in Japan gelernt hat, bringt er in in seinem Buch "Ivan Ramen" hier zu Papier. Zusammen mit seiner Biographie erhält man einen tollen Ratgeber zu dieser Spielart der japanischen Küche. Bleibt zu hoffen, dass „Ivan Ramen – Love, Obsession and Recipes“ bald auch auf Deutsch erscheint, damit auch hierzulande mehr Hobbyköche an ihrer Hühnersuppe feilen können.

Infos zum Buch:

Hardcover, 224 pages
Published October 29th 2013 by Ten Speed Press
ISBN 1607744465

 

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