Zum Inhalt springen

Vegane Trends in Großstädten

Längst bekommt man veganes Essen nicht mehr nur im Reformhaus oder in alternativen Restaurants. Vegan ist inzwischen hip und vor allem in Großstädten wie New York ist die vegane Lebensweise überdurchschnittlich stark vertreten. Aber ist veganer Lebensstil nur ein Trend oder gehen wir einem nachhaltigen Wandel entgegen?

Es gibt zunächst einmal zwei Gruppen von Veganern: diejenigen, die nur alle tierischen Lebensmittel meiden, also auch Milchprodukte und sogar Honig. Daneben gibt es noch die Veganer, die alle tierischen Produkte ablehnen, von der Wolljacke bis zur Hundeleine aus Leder. Die erste Gruppe wächst stetig in letzter Zeit. Immer mehr Menschen ändern ihre Ernährung und outen sich in ihrem Bekanntenkreis als vegan. Nicht selten geht das mit dem Wunsch einher, auch andere von dieser Ernährungsweise begeistern zu können.

Argumente für den Veganismus

Außer Gründen des Tier- und Umweltschutzes spielt auch das Gesundheitsbewusstsein vieler Veganer eine große Rolle. Wer statt tierischer Produkte lieber Obst, Gemüse, pflanzliche Fette und Kohlehydrate konsumiert, senkt die Wahrscheinlichkeit, an Krebs, Diabetes und Herzbeschwerden zu erkranken. Wichtige Nährstoffe werden von Veganern oft in deutlich höherer Menge mit den Mahlzeiten aufgenommen, als das bei Personen der Fall ist, die sich herkömmlich ernähren. Es spricht also viel Vernünftiges für den Veganismus. Aber wie kommt es zu der wachsenden Beliebtheit dieser Lebensweise?

Hier findet ihr ein Rezept für vegane Zimtschnecken

Prominente Unterstützer, schockierende Dokus

Die Verbreitung des Veganismus wird durch mehrere Faktoren vorangetrieben. Eine große Rolle spielen dabei die sozialen Medien, mit denen sich schockierende Berichte in Windeseile verbreiten. Sie halten der Fleisch konsumierenden Gesellschaft einen Spiegel vor und regen dazu an, die Gewohnheiten zu überdenken. Dabei spielen mehrere parallel stattfindende Entwicklungen mit: Es entstehen viele neue vegane Blogs und Beiträge bei Facebook, Twitter und Instagram. Diese informieren über den veganen Lebensstil und seine Vorteile; es gibt zahlreiche Tipps für vegane Rezepte und Lebenslagen. Gerne wird auch Werbung für alternative Produkte platziert. Manchmal findet das sogar ohne missionarische Ambitionen statt. Bei Youtube und Facebook werden regelmäßig brutale Videos gezeigt. Dabei handelt es sich meistens um Aufnahmen von Tierschutzaktivisten, die sich in Massenhaltungsbetriebe eingeschmuggelt haben.

Dort dokumentieren sie Verstöße gegen das deutsche Tierschutzgesetz, damit der ahnungslose Verbraucher weiß, was er da auf dem Teller hat. Über die entsprechenden Plattformen erhalten solche Videos schnell eine hohe Reichweite und gehen viral. So entsteht eine nahezu flächendeckende Informationsflutung. Auch Fernsehdokumentationen zum Thema Massentierhaltung und Veganismus tragen einen Teil dazu bei. Eine davon ist „Cowspiracy“. Diese Dokumentation beschäftigt sich mit der Frage, warum es im öffentlichen Bewusstsein noch nicht angekommen ist, dass Fleischproduktion dem Klima enorm schadet. Thematisiert wird der Einfluss des Fleischkonsums auf den gesamten Planeten. Bei Zuschauern, die sich bisher noch keine Gedanken darüber gemacht haben, kann dennoch etwas im Bewusstsein hängen bleiben und vielleicht für so etwas wie ein „Erweckungserlebnis“ sorgen. Der eine oder andere Betrachter beginnt vielleicht mit der Änderung seiner Ernährungsgewohnheiten.

Prominente Unterstützer des Veganismus

Prominente haben durch ihre Reichweite und Beliebtheit eine gewisse Vorbildfunktion für viele Menschen. Oft sind sie Idole und Idealbilder für einen gesamten Lebensstil. Auch ihre Meinungen werden von vielen Fans übernommen. Ganz besonders Hollywoodschauspieler sprechen ein weltweites Publikum an und sehr viele unter ihnen sind Veganer. Das brauchen sie noch nicht einmal öffentlich zu verkünden, denn die Presse saugt auch von alleine jede kleine Information aus dem Leben der Promis auf und verbreitet sie in der Öffentlichkeit.

Ein bleibender Trend

Die Entwicklung der letzten 30 Jahre zeigt, dass der Veganismus längst keine belächelte Randerscheinung mehr ist. Vielmehr ist er inzwischen mitten in der Gesellschaft angekommen und die vegane Produktvielfalt nimmt immer weiter zu. Deshalb kann man bereits von einem anhaltenden Trend, ja einer Lebenseinstellung sprechen, die immer mehr Menschen überzeugt. Vor allem in Großstädten wird sich diese Tendenz auch weiter zeigen und zunehmen, da hier mehr Menschen zusammenkommen, die für progressive Ideen zu gewinnen sind.

Bildquelle: pixabay.com